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Der Kurs macht so viel Spaß, dass ich fast jeden Tag Salsa tanzen könnte. Ich treffe mich dreimal die Woche mit José und wir tanzen überall. Wir tanzen bei mir im Zimmer, bei ihm in seiner Wohnung, in Clubs… überall – uns kann gerade nichts stoppen. Das ist großartig.

Ich habe selten so einen ambitionierten Tänzer kennengelernt. Man findet eh selten Männer, die tanzen. Meistens zieren sie sich und können sich tatsächlich auch nicht wirklich bewegen. Aber José ist da ganz anders. Ich nehme an, das kommt daher, dass er aus Brasilien kommt. Die Menschen tanzen dort immer und nicht nur Frauen, so wie bei uns, sondern alle.

Ob Jung ob Alt, alles bewegt sich, sobald die Musik einstimmt. Woher kommt das? Ich mein, klar, das liegt an der Kultur und an der Sozialisation, aber bei denen sieht es fast immer auch besser aus. Die Europäer und vor allem Männer, die bewegen sich zur Musik wie Holzfäller oder Kartoffelstampfer. Unglaublich, dabei liegt das ja nicht am Chromosomen, denn dann müssten die Südländer auch nur durch die Gegend stampfen können, tun sie aber nicht.

 

 

Ich habe erst vor ein paar Wochen mit Salsa angefangen und es macht superviel Spaß. Leider habe ich das zuvor nie ausprobiert, weil ich immer dachte, Salsa wäre was für Südländer. Nicht, dass ich nicht schon geahnt hätte, dass mir Salsa Spaß machen würde, aber den Groove habe ich eher den Südländern und nicht den Europäern zugeordnet. Das sieht bei uns meistens wie gewollt, aber nicht gekonnt aus.

Vor ein paar Wochen habe ich dann José kennengelernt und er hat mich gefragt, ob wir zusammen zum Salsa gehen. Ich habe mich am Anfang etwas geziert und ihm erklärt, dass ich nicht glaube, dass das so toll sein wird, aber er meinte nur, was die Brasilianer können, das könnte auch ich lernen. War natürlich schmeichelhaft und deswegen habe ich zugesagt. Wir haben dann in den Kleinanzeigen Rostock nach Kursangeboten geschaut und eine gute Schule gefunden. Die machen das nicht nur so zum Spaß, sondern auch professionell. Bei uns sieht es natürlich noch etwas holprig aus, aber es wird von Mal zu Mal immer besser.

 

Ich glaube mein Name verrät schon, was ich gerne mache. Ja, ich tanze für mein Leben gern. Ich glaube, wenn ich Unterricht bekommen hätte, wäre ich Tänzerin geworden. Ich habe schon mit zwei oder drei Jahren andauernd getanzt und gesungen. Leider haben meine Eltern das nicht unbedingt ernst genommen. Das finde ich total schade. Aber es ist nicht mehr zu ändern. Ich habe dann später von mir aus mit dem Ballet angefangen, aber da war es schon zu spät für eine professionelle Karriere.

Trotzdem bekomme ich immer noch von Ärzten attestiert, dass ich einen sehr biegsamen Körper habe und ich werde immer wieder gefragt, ob ich Tänzerin bin. Ich muss dann immer schmunzeln und denke, wäre ich gern. Hat auch Nachteile, weil ich durch die Biegsamkeit einige Male schon einen Hexenschuss bekommen habe. Das ist nicht fein und tut höllisch weh. Aber was soll ich machen? Schließlich mache ich schon fast jeden Tag Sport und an Muskeln fehlt es mir bestimmt nicht. Ich habe seit meiner Geburt eine Krümmung am Rücken und das macht sich eben mit den Jahren immer mehr bemerkbar. Hört sich ja an, als ob ich 100 wäre, dabei bin ich erst Anfang 20.